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So machen Sie Ihr Fahrrad Frühlingsfit!

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Fahrrad aus dem Winterschlaf erwecken!

Die ersten warmen Sonnenstrahlen verlocken dazu, sich jetzt nach den kalten Wintermonaten wieder aufs Fahrrad zu schwingen. Doch viele Räder stehen unbeachtet seit einigen Wochen im Winterschlaf in Kellern, Garagen oder Fahrradschuppen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Bikes fit für die Saison machen.

Bitte beachten Sie dabei, dass wir Ihnen hier Tipps zeigen, die Sie selbst umsetzen können. Bei technischen Problemen wenden Sie sich bitte an uns, Ihren Fahrrad-Spezialisten. Und wer ganz sicher gehen will, bringt das Fahrrad in unsere Werkstatt zur gründlichen Inspektion.

Grundreinigung

Bevor Sie an Ihrem Rad arbeiten, sollte es sauber sein. Dazu reinigen Sie es am besten mit einem weichen Schwamm oder Lappen und lauwarmen Wasser, gerne mit einem Tropfen Spüli. Wer möchte, kann das Rad auch mit einem Fahrrad-Reiniger von oben bis unten einsprühen und das Mittel für ein paar Minuten einwirken lassen. Für arg verschmutzte Ketten oder Ritzel eigenen sich kleine Bürsten oder alte Zahnbürsten. Auch Kettenreiniger hilft dabei, die Kette wieder sauber zu bekommen. Danach spülen Sie das Fahrrad mit einem Gartenschlauch oder einer Gießkanne sorgfältig ab. WICHTIG: Bitte benutzen Sie KEINEN Dampfreiniger, da Sie damit Rad- und Tretlager dauerhaft beschädigen können! Anschließend das ganze Fahrrad trocknen lassen und Wasserränder mit einem sauberen Lappen wegpolieren – fertig!

BITTE BEACHTEN SIE: Nach der gründlichen Reinigung müssen Sie die Kette unbedingt wieder gut mit einem Kettenöl (bitte keine anderen Öle verwenden) behandeln. Verwenden Sie dazu am besten ein Kettenfett z.B. von ATLANTIC, das den Schmutz nicht so sehr anzieht. Bei einer Kettenschaltung empfiehlt es sich, anschließend alle Gänge durchzuschalten, damit das Öl sich auch auf allen Zahnrädern verteilen kann. Achten Sie bei Scheibenbremsen unbedingt darauf, dass Sprühfett nicht auf die Scheiben gelangt!

Luftdruck und Bereifung

Während einer Winterpause entweicht dem Fahrradschlauch Luft, auch ohne Loch oder undichtes Ventil. Auf den Reifenflanken finden Sie einen Aufdruck mit dem empfohlenen Luftdruck, zum Beispiel „Min 2.0 Bar – Max 4.0 Bar“. Wenn Sie keinen Kompressor zu Hause haben, sollten Sie eine Standpumpe mit Manometer verwenden. Hier sehen Sie genau, wieviel Luft Sie in den Schlauch pumpen. City-, Trekking- und Crossräder fahren sich am besten mit einem Luftdruck zwischen 4 und 4,5 bar. Der richtige Luftdruck hat großen Einfluss auf den Fahrkomfort, die Pannensicherheit und den Kraftaufwand beim Treten. Hilfreiche Informationen zum Luftdruck bei Fahrrädern finden Sie HIER.

Poröse und rissige Reifen sind ein Pannenrisiko. Prüfen Sie daher das Profil auf Risse oder Schnitte und entfernen Sie kleine Steinchen oder Glasscherben. Sind Mäntel und Profile zu stark abgenutzt, sollten Sie Ihrem Fahrrad neue "Schuhe" gönnen. Wer auf Reifenpannen möglichst verzichten will, sollte auf speziell pannensichere Reifen wie etwa den SCHWALBE Marathon Plus zurückgreifen.

Beleuchtung

Nicht nur in der dunklen Jahreszeit ist eine funktionierende Beleuchtungsanlage am Fahrrad wichtig. Auch in den übrigen Monaten sollten Sie regelmäßig die Lichtelemente Ihres Fahrrades überprüfen. Bei einer nicht funktionierenden oder gar nicht vorhandenen oder nicht kompletten Beleuchtungsanlage dürfen Sie nicht mit Ihrem Fahrrad im Straßenverkehr teilnehmen.

Überprüfen Sie die Funktion von Scheinwerfer und Rücklicht und dabei alle Kabel und Steckverbindungen. Eventuell muss ein Birnchen ausgetauscht werden (bei nicht funktionerenden LEDs muss der Scheinwerfer oder das Rücklicht komplett ausgetauscht werden). Geht Ihnen dann immer noch kein Licht auf, lassen Sie besser einen Fachmann mit Spannungsmessgerät ran. Machen Sie den Lichttest unbedingt schon vor der ersten Fahrt im Dunkeln!

Nicht jede Batteriebeleuchtung ist an Fahrrädern erlaubt, sondern nur die, die vom Kraftfahrtbundesamt zugelassen ist. Auf diesen Leuchtmitteln ist ein Prüfzeichen bestehend aus dem Buchstaben K und einer Wellenlinie dahinter aufgedruckt. Nutzen Sie Ihre Batterieleuchten möglichst mit neuen Batterien oder einem voll geladenen Akku.

Checken Sie auch das Vorhandensein und die Funktion der Reflektoren:

SCHMIERUNG

Alle beweglichen Teile sollen laufen wie geschmiert. Geben Sie also auch auf die Drehpunkte der Schaltung, der Pedale sowie auf die Schalt- und Bremszüge einen Spritzer kriechfähiges Schmiermittel, zum Beispiel Teflonspray. Soweit vorhanden brauchen auch Federelemente an Gabel und Hinterbau von Zeit zu Zeit eine kleine Fettpackung, damit der Schmutz draußen bleibt und die Federung geschmeidig arbeitet. An Federelementen ist Teflonspray fehl am Platz - besser: Federungsfett wie Rock Shox Judy Butter oder Brunox-Spray.

SCHRAUBEN-CHECK

Überprüfen Sie alle Verschraubungen auf Festigkeit. Insbesondere bei Vorbau und Lenker, Sattel und Sattelstütze sowie Laufrädern sollten Schrauben oder Schnellspanner nachgezogen werden. Kontrollieren Sie dabei auch, ob die Laufräder gerade in Gabel und Hinterbau montiert sind. Festsitzende Schrauben lassen sich mit Kriechfett anlösen. Sie müssen das Fett einwirken lassen, damit es wirkt.

BREMSEN

Bevor Sie in die Pedale treten, prüfen Sie unbedingt die Funktionsfähigkeit der Bremsen! Das wichtigste Verschleißteil bei Felgenbremsen sind die Beläge: Ist das Gummi soweit abgefahren, dass die Rillen kaum noch zu sehen sind, müssen Sie sie unbedingt durch neue Beläge ersetzen! Das gilt auch, wenn die Belege schräg abgefahren sind. Häufig leidet die Bremsleistung auch unter verschmutzten oder korrodierten Bremszügen. Ein Spritzer Teflonspray in die Enden der Außenhüllen lässt das Bremskabel wieder leichter durch die Hülle gleiten.

Bitte beachten Sie: Die Wartung von hydraulischen Felgen- und Scheibenbremsen sollten Sie aus sicherheitstechnischen Gründen nicht selbst machen. Wir als Fach-Werkstatt erledigen das gerne für Sie.

HELM

Nachdem Sie Ihr Fahrrad wieder fit gemacht haben, schauen Sie sich unbedingt auch Ihren Helm an. Wenn der Helm beschädigt ist, sollten Sie ihn nicht mehr tragen. Zudem hat der Kopfschutz auf seiner Innenseite oft einen Produktionsstempel - ähnlich wie ein TÜV-Stempel beim Auto - mit Produktionsjahr und -monat. In Abhängigkeit von der Nutzungsintensität sollte ein Helm - so etwa die Angaben des Herstellers UVEX - nach 3 bis 5 Jahren ab dem ersten Gebrauch ausgetauscht werden.

Prüfen Sie den Sitz Ihres Helms, ob sich der Stellring noch ordentlich bewegen lässt und ob alle Gurte intakt sind. Achten Sie darauf, dass die Gurte für Ihren Kopf entsprechend eingestellt sind. Wenn Sie sich dabei nicht sicher sind, helfen wir Ihnen gerne. Auch der Verschluss am Kinn sollte einwandfrei funktionieren und fest schließen.

Bei Kindern und Jugendlichen ändert sich im Wachstum auch der Kopfumfang. Tauschen Sie einen Helm unbedingt aus, wenn er sich nicht mehr richtig auf den Kopf Ihres Kindes setzen lässt. Sitzt der Kopfschutz zu hoch auf dem Kopf, ist er zu klein. Achten Sie zudem darauf, dass das Kinnband nicht zu lang eingestellt ist und sich nicht über das Kinn ziehen lässt.

Nur ein korrekt sitzender Helm schützt Sie und Ihr Kind im Falles eines Unfalls. Auch hier gilt: Wenn Sie sich nicht sicher sind, helfen wir Ihnen gerne!

Wir wünschen Ihnen einen tollen Start in die Fahrrad-Saison 2017 und stehen Ihnen bei weiteren Fragen, Inspektionen oder Reparaturen gerne zur Verfügung!